Klang und Klage

Joachim Schweppe wurde am 3. März 1926 in Kiel geboren. Nach dem Besuch des Christianeums in Hamburg überstand er Kriegsdienst und Verwundung.

1946 begann er das Musikstudium mit den Fächern Klavier (Carlo Stephan, Eliza Hansen und Hans Erich Riebensahm), Komposition (Ernst Gernot Klußmann) und dirigieren (Wilhelm Brückner-Rüggeberg).

1958 kam er zur Kirchenmusik und setzte seine Studien bei Jens Rohwer und Walter Kraft in Lübeck fort.
Er schloss Freundschaft mit Manfred Kluge, dem Poeten der neuen evangelischen Kirchenmusik, der sein Denken und Fühlen nachhaltig beeinflusste.

Wenn Joachim Schweppe an seine früheren Werke zurückdachte, erzählte er: „Wir wuchsen aneinander, reagierten wechselseitig auf neue Ideen, neue Funde.“ Als Kantor und Organist wirkte Joachim Schweppe 1960 – 1989 u.a. an der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek.

Joachim Schweppe
Zeichnung von Carlo Kriete, 1946

Klang und Klage

Joachim Schweppe
Zeichnung von Carlo Kriete, 1946

Joachim Schweppe wurde am 3. März 1926 in Kiel geboren. Nach dem Besuch des Christianeums in Hamburg überstand er Kriegsdienst und Verwundung.

1946 begann er das Musikstudium mit den Fächern Klavier (Carlo Stephan, Eliza Hansen und Hans Erich Riebensahm), Komposition (Ernst Gernot Klußmann) und dirigieren (Wilhelm Brückner-Rüggeberg).

1958 kam er zur Kirchenmusik und setzte seine Studien bei Jens Rohwer und Walter Kraft in Lübeck fort.
Er schloss Freundschaft mit Manfred Kluge, dem Poeten der neuen evangelischen Kirchenmusik, der sein Denken und Fühlen nachhaltig beeinflusste.

Wenn Joachim Schweppe an seine früheren Werke zurückdachte, erzählte er: „Wir wuchsen aneinander, reagierten wechselseitig auf neue Ideen, neue Funde.“ Als Kantor und Organist wirkte Joachim Schweppe 1960 – 1989 u.a. an der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek.

Als Komponist ist Joachim Schweppe immer ein Einzelgänger geblieben. Seine unverwechselbare Tonsprache, die besondere Art, Töne miteinander in Spannung zu versetzen zeigen seine Meisterschaft im emotional musikalischen Ausdruck seiner weltlichen und kirchenmusikalischen Werke.

Ab 1945 entstanden ca. 50 Lieder (nach Gedichten von Th. Storm, H. Burdorf, D. v. Liliencron, Fr. Hebbel und G. Trakl, der – ihm wesensverwandt – ihn immer begleitete), Kammermusik für Klavier, Streicher und Bläser, Orgel- und Chormusik, geistliche Konzerte und Motetten, die Messe 81 sowie die Traklsinfonie. Rundfunk-Einspielung der Trakl-Lieder, Oboen- und Violinsonate, Trakl-Motette und der Brecht-Motette beim NDR und dem Bayerischen Rundfunk.

1992 wurde wiederum ein größeres Werk, die Weihnachtskantilene nach einem Text von Matthias Claudius, und 1994 die Choralmotette „Ich liege, Herr, in deiner Hut“ uraufgeführt.

Der mit mehreren Kompositionspreisen geehrte und 1977 zum Kirchenmusikdirektor ernannte Joachim Schweppe wirkte in den neunziger Jahren auf der Insel Dönna/Norwegen noch einmal als Organist, Chorleiter und Musiklehrer. Im Sommer 1999 hatte er zum 800. Kirchweihfest der Inselkirche vor dem Königspaar seine „Bläsermusik für Norwegen“ uraufgeführt. Zum Ende desselben Jahres hat er noch der Uraufführung seines Konzertes für Englisch-Horn und Streichorchester beigewohnt.

Joachim Schweppe starb am 22. Dezember 1999 in Hamburg.

 

Konzerte im Frühjahr 2026

Stunde der Kirchenmusik am Mittwoch, 4. März 2026, 17.15 Uhr
Hauptkirche St. Petri , Bei der Petrikirche 2 , 20095 Hamburg
freier Eintritt

Wandsbeker Kammerchor
Instrumentalisten: Olaf Schweppe-Rother (Englischhorn)
Andreas Fabienke (Orgel)
Leitung: Andreas Fabienke

 

Geistliche Abendmusik am Sonntag, 15. März 2026, 18 Uhr
Am Sonntag, 15. März 2026 ist die Kreuzkirche Wandsbek Austragungsort einer geistlichen Abendmusik, die Andreas Fabienke anlässlich des 100. Geburtstags des Kantors und Komponisten Joachim Schweppe mit dem Wandsbeker Kammerchor, Oboen- und Orgelmusik bespielt.

Kreuzkirche Wandsbek
Kedenburgstr. 10
22041 Hamburg

 

Konzert am Sonnabend, 11.April 2026, 19.30
E
lbphilharmonie kleiner Saal
CD Release Concert
Mit dem Programm »Frühlingsklänge – Erwachen und Vergehen« spannen Gustav Frielinghaus und Jaan Ots einen musikalischen Bogen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts – von zartem Aufbruch bis zu reifer Leidenschaft.
Ludwig van Beethovens berühmte »Frühlingssonate« F-Dur eröffnet den Abend mit ihrer heiteren, lichtdurchfluteten Klangsprache – ein Werk voller Energie, Optimismus und poetischer Frische. Es folgt die Zweite Violinsonate von Joachim Schweppe (1954), ein selten gespieltes Stück, das die lyrische Seite der Nachkriegsmoderne zeigt und sanft den Dialog zwischen Tradition und Erneuerung sucht. Den Abschluss bildet Johannes Brahms’ Sonate d-Moll, deren kraftvolle Emotionen und tief empfundene Melodik in eindrucksvoller Intensität die Themen des Erwachens und Vergehens beschließen.
So entsteht ein Abend, der den Frühling nicht nur als Jahreszeit, sondern als Symbol des Lebens in all seinen Wandlungen musikalisch erlebbar macht – ein Spiel zwischen Licht und Schatten, Aufbruch und Vollendung.

Programm
Ludwig van Beethovens: »Frühlingssonate« F-Dur
Joachim Schweppe: Zweite Violinsonate
Johannes Brahms: Sonate d-Moll

Gustav Frielinghaus; Violine und und Jaan Ots, Klavier

Konzert anläßlich der Veröffentlichung der CD: JOACHIM SCHWEPPE
KKE 25010 | EAN 0098925359754
Veröffentlichung am 3. März 2026 im Handel & auf allen Streamingplattformen.

Joachim Schweppe Gesellschaft
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